Workshop

Workshop "GreenLab" der AG JLC Karlsruhe

Wie lässt sich ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen im Laboralltag realisieren?

Mit dieser Frage haben sich Mitglieder der AG Junge Lebensmittelchemie Karlsruhe im Rahmen eines Online-Workshops zum Thema „Green Lab“ beschäftigt. Unter der Anleitung von Frau Dr. Hermuth-Kleinschmidt wurde zunächst ein Überblick darüber gewonnen, in welchen Bereichen im Labor Handlungsbedarf besteht, um darauf aufbauend mögliche Lösungen zu erarbeiten.

Anhand von Zahlen und Fakten verschiedener Studien wurde den Teilnehmendendas enorme Ausmaß des Ressourcenverbrauchs von Laboratorien vor Augen geführt. So fallen etwa 1,8 % des globalen Plastikverbrauchs in Forschungslaboren an. Neben Verpackungsmaterialien handelt es sich dabei unter anderem um Handschuhe, Eppis, Pipettenspitzen, Einmalpipetten und Petrischalen, welche aufgrund möglicher Kontaminationen mit toxikologisch relevanten Stoffen überwiegend gesondert entsorgt werden müssen. Zusätzlich entstehen große Mengen an Chemikalien-Abfällen, die in energetisch aufwändigen Prozessen aufbereitet werden. Der Energieverbrauch eines Laborgebäudes ist durch die Nutzung von Tiefkühlern, Autoklaven, Vakuumpumpen etc. etwa 3-5-mal so hoch wie der eines Bürogebäudes.

Das Bewusstsein für einen nachhaltigeren Umgang mit Verbrauchsmaterialien und die Forderungen nach energieeffizienteren Lösungen für Laborausstattungen wächst. So haben verschiedene Forschungseinrichtungen Konzepte zur Berechnung der CO2-Bilanz ihrer Laboratorien und zur gemeinschaftlichen Nutzung von Laborgeräten erarbeitet. Wissenschaftler:innen unterschiedlichster Fachbereiche posten einmal im Jahr unter #labwasteday auf Twitter, wie viel Plastikabfall sie an diesem Tag im Labor produziert haben.

Zum Abschluss des Abends konnte Frau Dr. Hermuth-Kleinschmidt den Teilnehmenden noch einige Green Lab-Hacks für ein nachhaltigeres Arbeiten im Labor mit auf den Weg geben. Grundsätzlich sollte sich jeder über den eigenen Impact bewusstwerden, Routinen hinterfragen und gegebenenfalls durch innovativere Ansätze ersetzen.