57. Bundessitzung der AG JLC in Würzburg
Die Tage wurden langsam wieder wärmer, die Sonnenstunden zahlreicher und die ersten Aromen der blühenden Natur lockten Lebensmittelchemiker:innen aus Laboren und Hörsälen. Und das bedeutet auch: die halbjährliche Bundessitzung der AG JLC stand wieder an. Es trafen sich Studierende, Promovierende, aber auch Berufseinsteigende und Personen im praktischen Jahr, um sich gemeinsam über die Gegenwart und Zukunft der Lebensmittelchemie in Deutschland auszutauschen. Diesmal wurde das Treffen von der AG Würzburg ausgerichtet. Nachdem Mitglieder:innen von Standorten aus ganz Deutschland, ja sogar aus Brüssel und Wien, im Verlauf des Freitags in der unterfränkischen Stadt am Main ankamen, wurden sie von der AG Würzburg herzlich in den Räumlichkeiten der Julius-Maximilian-Universität empfangen. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Lehmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie, und einer Vorstellung der Schwerpunkte des Instituts durften selbstverständlich auch die Hallen und Labore des Instituts bestaunt werden. Die Forschung des Standorts beschäftigt sich vor allem mit der Rolle von Lebensmittelinhaltsstoffen und Kontaminanten in der Karzinogenese. Dieser biochemische Forschungsschwerpunkt geht unter anderem einher mit gut aufgestellten Zellkulturlaboren, welche bei den Studierenden der anderen Standorte große Begeisterung hervorriefen. Während der Führung hatte die AG Würzburg bereits ein umfangreiches Buffet aus Grillgut und verschiedenen Salaten vorbereitet. Nachdem dann alle gestärkt waren und sich ausreichend über die Eindrücke des Tages ausgetauscht wurde, ließ man den Abend in einer Bar ausklingen.
Am Samstag ging es pünktlich um 9 Uhr mit dem ersten Teil der Bundessitzung los. Die Besprechung der Themen wurde geleitet von den beiden Bundessprechenden Melanie Kwasnicki (Dresden) und Chenyang Albert (Hamburg) sowie von Moritz Popp (Freisingen), der die Vertretung der AG JLC im Vorstand der LChG darstellt. Komplettiert wurde der sitzungsleitende Tisch durch das Amt der Schriftführung, besetzt von Mirko Hirsch (Münster). Im Fokus der Sitzung standen vor allem die Vertretung der Interessen junger Lebensmittelchemiker:innen auf verschiedensten Tagung in ganz Deutschland und diverse Ideen zur Studiengangswerbung. Besprochen wurden sowohl vergangene Veranstaltungen als auch bevorstehende Tagungen, sowie Möglichkeiten zur Begeisterung von Schülern und Studiumsinteressierten für Lebensmittelchemie durch lokale Aktionen und soziale Netzwerke. Die Entwicklung der Studierenden- und Mitgliederzahlen wurden dieses Jahr auch das erste Mal statistisch ausgewertet und ansprechend grafisch aufgearbeitet, vorgestellt von Laurenz Küchner aus Braunschweig. Ebenfalls wurden die Finanzen und die Finanzrichtlinien der AG JLC besprochen, vorgestellt durch Lena Riedinger (Erlangen), Inhaberin des Amtes der Finanzverwaltung. Nach einer produktiven Sitzung wurde der Nachmittag genutzt, um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Unter anderem wurden die alte Mainbrücke, die Festung Marienberg und die Altstadt erlaufen. Zum Abendessen wurde die geballte lebensmittelchemische Fachkompetenz auf verschiedenste Restaurants der Stadt aufgeteilt, um das kulinarische Angebot Würzburgs möglichst umfangreich auszutesten.
Am Sonntag wurde die Sitzung zunächst feierlich begonnen: mit der Ehrung besonders engagierter Mitglieder. So wurden Sammy Venegas (Erlangen), Lisa Engelbart (Tübingen), Miriam Przybilla (Würzburg) und Laurenz Küchner ausgezeichnet. Anschließend wurde die Arbeit der Mini-AGs vorgestellt, kleinerer Gruppen mit Fokus auf einzelnen Projekten. In diesen werden zum Beispiel Leitfäden für das Studium, das praktisches Jahr und die Promotion erstellt, Ressourcen zu internationalen Möglichkeiten für Lebensmittelchemiker:innen gesammelt, die offizielle AG JLC Website gepflegt oder das einheitlichen Corporate Designs aller AG JLC Materialien ausgebaut. Nach der Vorstellung der bisherigen Arbeit wurden die Ziele für das nächste halbe Jahr und deren Umsetzung innerhalb der Mini-AGs geplant, um anschließend geschafft, aber voller Tatendrang, das Bundestreffen mit dem traditionellen Pizzaessen abzuschließen.
Besonderer Dank gilt der AG Würzburg für die reibungslose Organisation des Bundestreffens, den freundlichen Empfang und die Möglichkeit in den Hallen des Instituts die Bundessitzung abzuhalten, inklusive fantastischer Verpflegung. Die nächste Bundessitzung findet in Freising vom 13. bis 15. September statt.